Gulasch aus’m Dopf (Ft 4,5)

Gulasch aus dem Dutch Oven ist ein echter Klassiker und mit seiner wĂŒrzigen Sauce ein kulinarisches Highlight fĂŒr jeden Fleischliebhaber. Und da Gulasch aufgewĂ€rmt fast noch besser schmeckt kann es gut vorbereitet und eingefroren werden.

Kaum ein anderes Gericht verbindet man so sehr mit Ungarn wie das Gulasch. Dabei ist das, was in Ungarn als GulyĂĄs bezeichnet wird, gar nicht identisch mit unserem Schmorgericht. Unter GulyĂĄs verstehen die Ungarn eine Art Gulaschsuppe mit verschiedenen Einlagen, wie z.B. ganze Paprikaschoten, Kartoffeln und Tomaten.

Das Gulasch wie wir es kennen wird in Ungarn Pörkölt („Angeröstetes“) genannt und abschließend mit saurer Sahne verfeinert. Es enthĂ€lt im Verleich zu unserem Gulasch jedoch nur sehr wenig Paprikapulver.

Mit den ungarischen Soldaten gelangte das Rezept des ursprĂŒnglichen „GulyĂĄs“ Mitte des 19. Jahrhunderts nach Wien und wurde schnell zum Modegericht unter dem Namen „Wiener Saftgulasch“. Die Wiener waren es auch, die das Rezept des „GulyĂĄs“ abwandelten und statt ganzer Paprikaschoten Paprikapulver verwendeten.

FĂŒr Gulasch wird vor allem durchwachsenes Fleisch vom Rind und Schwein verwendet. Beim Rind sind das Teile vom Hals, Schulter, Wade sowie Ober-und Unterschale, beim Schwein meist das Schulterfleisch.

Wichtig ist, dass das Fleisch eine durchgehende Fettmarmorierung, Muskelmasse und Bindegewebe hat. Vorhandene Sehnen werden beim Schmorren in natĂŒrliche Gelatine umgewandelt und sorgen dafĂŒr, dass die Soße schön sĂ€mig wird. Und durch die lange Garzeit wird das Fleisch sehr zart und zerfĂ€llt auf der Gabel.

ZUTATEN

GRILL: Dutch Oven (wir haben hier den Petromax Ft 4,5 verwendet)
KOHLE: KOKOKO EGGS

  • 1 kg Gulasch (500 g Rind, 500 g Schwein)
  • 2 große Zwiebeln
  • 500 ml RinderbrĂŒhe
  • 200 ml Rotwein
  • 3 rote Paprika
  • 1 Möhre
  • 100 g Sellerieknolle
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 EL Butterschmalz
  • gerĂ€uchertes Paprikapulver
  • Chilipulver
  • Salz & Pfeffer

UND SO GEHT’S:

ZunĂ€chst haben wir einen kleinen Turm aus Kokoko Eggs um unseren Bio-AnzĂŒnder im Grill gebaut. Da wir nicht so viele Eggs benötigen haben wir uns hier einen AnzĂŒndkamin gespart.

FĂŒr das Anbraten vom Fleisch braucht man eine ziemlich hohe Hitze, daher sollte man hier fĂŒr etwa 8-10 Eggs einplanen, spĂ€ter zum Schmoren brauchen wir nur noch ca 4-5.

In der Zwischenzeit werden die Zwiebeln, der Sellerie und die Möhren grob gewĂŒrfelt. Die Paprika wird entkernt und in StĂŒcke geschnitten.

Nun wird der Feuertopf auf die Glut gestellt und das Butterschmalz darin erhitzt. Wenn das Butterschmalz anfÀngt kleine Blasen zu bilden, ist es Zeit das Fleisch von allen Seiten darin anzubraten, sodass es schön anbrÀunt.

Anschließend fĂŒgt man das Tomatenmark hinzu und lĂ€sst es auch mit anbraten, damit sich nochmal zusĂ€tzliche Röstaromen bilden.

Jetzt wird das gewĂŒrfelte WurzelgemĂŒse hinzugefĂŒgt und ebenfalls kurz angebraten, danach löscht Du alles mit dem Rotwein ab. Die RinderbrĂŒhe wird nun soweit aufgefĂŒllt, bis das Fleisch leicht bedeckt ist. Nochmals gut umrĂŒhren und dann den Deckel draufgeben.

Dutch Oven mit Deckelheber

Weil wir hier nur von unten Hitze benötigen entnehmen wir die HÀlfte der Eggs und stellen diese an einen sicheren Ort oder löschen sie ab. 4-5 Eggs unter dem Feuertopf reichen vollkommen aus.

Das Gulasch darf nun 1-2 Stunden vor sich hinköcheln, nach ca.1,5 Stunden gibst Du die PaprikastĂŒcke dazu und wĂŒrzt das Gulasch mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Chilipulver. Gerne darfst Du auch alle 30 Minuten bis dahin mal hineinschauen und umrĂŒhren. Sollte nicht genĂŒgend FlĂŒssigkeit im Topf sein, dann einfach mehr BrĂŒhe dazugeben.

In der Regel „schmort“ man das Gulasch ca. 3 Stunden, dann zerfĂ€llt auch das Fleisch von alleine.

Guten Appetit!

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