Woran erkenne ich gute Holzkohle? Herstellung, Qualitätsmerkmale, Kaufempfehlung

Jeder kennt das, man steht im Baumarkt vor einer Wand Holzkohle unterschiedlichster Hersteller und weiß nicht, welche man kaufen soll. Weil man sich denkt „sind ja alle eh ähnlich, innen schwarz und am Ende wird sie verbrannt“. Und in der Regel wird dann zu dem gegriffen, was entweder am billigsten oder am bekanntesten ist. Letzteres ist meist von Weber oder ProFagus. Ob das die beste Wahl ist, erklären wir euch hier.

Holzkohle Herstellung – Wie geht das?

Rohstoff Holz: Bevor wie uns mit dem Endprodukt beschäftigen, wollen wir mal das Ursprungsmaterial genauer anschauen. Aus was besteht Holz eigentlich?

Chemisch gesehen besteht Holz aus Zellulose, Hemicellusole, Lignin, Extraktstoffen und Mineralien.

Zellulose und Hemicellulose sind beides Polysacheride (Mehrfachzucker) und im Grunde genommen Biomasse, bzw. der Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden.

Lignin ist der Kleber im Holz, der alles zusammenhält und für die „Verholzung“ verantwortlich ist. Sprich, dass Holz so hart ist wie es ist. Mit 25-30% ist der Lignin-Anteil in Holz etwa 10x so hoch wie im Stiel einer Blume.

Extraktstoffe sind Produkte des pflanzlichen Stoffwechsels und machen nur einen kleinen Teil des Holzes aus. Zur Gruppe der Extraktstoffe gehören unter anderem: Kohlenhydrate, Aminosäuren, Fette, Isoprenoide, Harze, Terpene, aber auch Phenole, Gerbstoffe, Lignane, und Flavonoide. Wenn man sich mit den einzelnen Stoffen genauer auseinandersetzt, wird man feststellen, was Holz für ein vielseitiges und tolles Produkt der Natur ist.

Asperin, pharmazeutische Stoffe (Taxol aus der Eibe für Krebstherapie), Botenstoffe, Fungizide, Insektizide, Geschmacks- und Geruchsstoffe für Lebensmitteln (Tee, Rotwein etc.) kann man aus Extraktstoffen des Holzes gewinnen. Doch darauf gehen wir hier jetzt nicht näher ein, wer mehr wissen will, schaut am besten bei Wikipedia vorbei.

Mineralien kommen in einem sehr kleinen Anteil vor. Je nach Standort und Bodenbeschaffenheit kann der Baum Kalium, Calcium, Zink, und Mangan beinhalten. In Naturholz befinden sich aber auch geringe Mengen Schwermetalle, Schwefel und Chlor. In Altholz hat man schon alles von Blei, Cadmium, Chrom über Arsen bis hin zu Nickel und Quecksilber gefunden.

Je nach Holzart und Standort kann die Liste für jeden Baum unterschiedlich ausfallen.

Betrachtet man die elementaren Massenteilchen von trockenem Holz sieht das folgendermaßen aus:

50 % Kohlenstoff, 43 % Sauerstoff, 6 % Wasserstoff und 1 % Stickstoff und andere Elemente


Um gute Holzkohle herzustellen, müssen die flüchtigen Anteile aus dem Holz ausgetrieben werden, damit am Ende ein hoher Gehalt Kohlenstoff, bzw. C-Fix übrig bleibt.
Flüchtige Anteile ist die Sammelbezeichnung für organische, sprich kohlenstoffhaltige Stoffe, die leicht verdampfen, bzw. schon bei niedrigen Temperaturen als Gas vorliegen.

Dies bedeutet, dass ein Teil des in Holz enthaltenen Kohlenstoffes bei der Herstellung von Holzkohle mit ausgegast wird. Darum ist es trügerisch zu glauben, dass aus 100kg Holz 50kg Holzkohle werden, weil der Kohlenstoffgehalt im Holz ja bei etwa 50% liegt. Denn Gase wie Sauerstoff reagieren beim Ausgasen mit dem Kohlenstoff und entweichen z.B. als CO aus dem Holz. Ein Teil des im Holz enthaltenen Kohlenstoffes wird somit zu den flüchtigen Anteilen gezählt, die bei ca. 75 – 80% liegen. Was bedeutet, dass von 100kg Holz etwa 10-20kg Holzkohle übrig bleiben. Ob 10kg, 15kg oder 20kg, das liegt ganz am Können des Köhlers und des verwendeten Ofens.

Die Werte entsprechen sehr guter Holzkohle und können je nach Qualität der Kohle variieren

Pyrolyse:

Um aus Holz Holzkohle herzustellen, darf das Holz nicht verbrennen, sondern muss unter Ausschluss von Sauerstoff erhitzt werden. Es muss also ein Raum, Kessel, Ofen oder ähnliches geschaffen werden, der luftdicht verschlossen werden kann, so dass keine Luft rein, aber Rauch bzw. Gas austreten kann. Diesen Prozess nennt man Pyrolyse, bzw. trocken Destillation, und dieser beginnt ab ca. 200Grad C.


Bei der Pyrolyse entstehen feste, flüssige und gasförmige Stoff.


Fest: Holzkohle
Flüssig: Holzteer (Pech) und Kohleessig (liquid Smoke)
Gasförmig: Holzgase

Wenn Holzgase abkühlen und kondensieren entsteht daraus Holzteer und Holzessig. Doch man kann Holzgase auch anderweitig nutzen, denn etwa die Hälfte der Bestandteile sind brennbar. Diese Bestandteile sind Kohlenstoffmonoxid (~34%), Methan (~13%), Ethylen(~1%), Formaldehyd(~1%), Methanol(~1%) und Wasserstoff(~1%). Die nicht brennbaren Bestandteile sind Kohlendioxid (~49%) und Stickstoff(~1%).


Holzgase werden entweder dem Wärmeprozess durch Pyrolyse zugeführt oder abgeleitet und für andere Energieerzeugung genutzt. Noch bis in die 50er Jahre gab es Lastwagen mit Holzgas-Motor. Der zweite Weltkrieg hat Benzin für Privatbevölkerung schwer verfügbar gemacht, da alles für das Militär gebraucht wurde. So wurden die Menschen erfinderisch. Mit einem Heizwert von 8.500 kj/m3 entspricht Holzgas von 3 Kilo Holz dem Energiewert von 1 Liter Benzin.

MARABU Holzkohle mit einem GRILLSTARTER

Zeit & Temperatur:

Zusammengefasst kann man sagen, dass durch die Entgasung von Holz Holzkohle entsteht. So der rudimentäre Ansatz. Es kommt jedoch sehr darauf an mit welchen Temperaturen man die Pyrolyse begeht, wie lange diese dauert und mit welcher Temperatur sie endet. All das muss natürlich auf die Holzart, die Größe des Ofens und die Größe der Holzstücke angestimmt sein, damit am Ende des Tages ein hochwertiges Produkt entsteht.

Will man Qualität aller erster Güte, wie die von Binchotan, herstellen, braucht es jahrelange Erfahrung, um zu wissen, welche flüchtigen Anteile bei welcher Temperatur bevorzug austreten und für wie lange man diese Temperaturstufe halten muss, damit das entsprechende Gas komplett entweicht ist. Die Endtemperatur der Verköhlung liegt mit Temperaturen meist über 1.200Grad C wesentlich höher, als bei „normaler“ Baummarkt-Holzkohle. Wahre Meisterköhler hantieren sogar mit unterschiedlichem Druck im Ofen und erkennen an der Farbe des Rauches und der Farbe der Glut wie weit der Entgasungsprozess fortgeschritten ist.

Ofen:

Es gibt verschieden Möglichkeiten einen mit Holz befüllten Raum luftdicht abzuschließen, um damit Holzkohle herzustellen. Die kleinste und einfachste Form ist wohl ein altes, umfunktioniertes Fass. Etwas größer sind extra dafür gebaute Kessel und Kammern aus Eisen, bzw. Stahl.

In der gleichen Größenordnung und auch größer gibt es Öfen aus Ziegel und Backsteinen. Selbstverständlich gibt es auch Kombinationen aus Ziegeln, Schamott und Stahl.

Öfen aus Ziegeln und Backsteinen

Moderne Verköhlungsanlagen von heute sind fabrikgroß und laufen zum größten Teil vollautomatisch und können mehrere Zehn-Tonnen auf einmal verarbeiten.

Holzkohle Fabrik

Kohlemeiler:

Eine Methode, die ganz ohne Steine und Eisen auskommt, ist die des klassischen Meilers, bei dem Reisig und eine Mischung aus Asche, Erde und Schlamm auf dem aufgetürmten Holzhaufen platziert und aufgetragen wird, so dass das Holz darunter keine Luft mehr bekommt. Jede Methode hat seine Vor- und Nachteile auf die wir im Folgenden kurz eingehen wollen.

Holzkohle Meiler mit Reisig, Asche, Erde und Schlamm

Fass:

Ein Fass zu einem Kohleofen umbauen ist mit den richtigen Werkzeugen und etwas handwerklichem Geschick relativ schnell gemacht. Theoretisch könnte das jeder in seinem Garten zuhause machen. Nur beim Betreiben wird es etwas knifflig, denn dafür braucht man in Deutschland eine Genehmigung. Mit etwas Papieraufwand kann man die mit Sicherheit bekommen, doch besonders effektiv ist es nicht, denn so ein nacktes Fass ist sehr schlecht isoliert und verliert unnötig viel an Wärme.

Es kann nur begrenzt oft wiederverwendet werden, denn die herrschenden Temperaturen machen dem Fass auf Dauer gut zu schaffen. Zudem ist die Temperaturregelung nur bedingt möglich und die Füllmenge ist stark begrenzt. Selbst wenn man nur Kohle für den Eigenbedarf herstellen möchte und regelmäßig grillt, muss man alle 2 – 4 Wochen das Fass anwerfen.

Nichtsdestotrotz ist die Fassmethode auf der Welt noch weit verbreitet. Gerade in sehr armen Gegenden. Jedoch werden dann nicht ein Fass, sondern gleich 20 oder mehr Fässer auf einmal angeworfen.


Fazit: nette Spielerei, aber sehr ineffektiv.

Wer sehen will wie es aussieht zuhause selber Kohle im Fass herzustellen, kann sich folgendes Video anschauen:

Kessel/Glocke aus Stahl:

Extra fürs Köhlern gebaute Kessel sind vom Leistungsgrad schon besser. Jedoch kommt es auch hier immer auf die Bauweise an. Nur weil es größer ist als ein Fass, heißt das nicht zwingend gleich besser. Nur wenn entsprechend auf die Isolierung, die Dicke der Wände, die verwendeten Materialien und die Möglichkeit der Temperaturregelung geachtet wird, kann man mit einem Kessel gute Ergebnisse erzielen.

Kessel zum Köhlern

Stimmt eine der Komponenten nicht, wird es immer schwieriger, aber nicht unmöglich. Denn dann braucht man umso mehr Erfahrung, damit man anhand der Veränderungen im Ofen erkennt, was zu tun ist. Die ausgesuchten Materialien spielen eine große Rolle wie oft und aufwändig der Kessel gewartet und repariert werden muss. Bei Temperaturen von 800Grad C und mehr wird der Stahl und auch die Isolierung sehr beansprucht.

Fazit: Größer ist nicht gleich besser. Die Bauart des Ofens bestimmt die Effizienz und die Halbwertszeit des Ofens, sowie zusammen mit der Erfahrung des Köhlers die Qualität der Kohle.

Steinofen:

Je nach Dicke der Wände könnte man sagen, dass Steinöfen nur aus Isolierung bestehen. Das ist in jedem Fall ein Riesen Plus solcher Öfen. Sie können auf sehr hohen Temperaturen betrieben werden und halten sehr lange. Ganz von der Wartung ausgeschlossen sind sie nicht, aber wesentlich weniger anfälliger als seine Freunde aus Stahl. Im Vergleich sind sie auch einfacher zu bauen, wobei es auch hier Erfahrung braucht, damit man weiß wie man die Steine aufeinander schlichten muss, um gut zu isolieren und lange zu halten.

Runder Holzkohle Steinofen

Es gibt ihn in unterschiedlichen Größen, Formen und Varianten. Und man findet Exemplare davon auf der ganzen Welt. In der Regel werden sie auf Grund der Stabilität rund gebaut und haben einen durchschnittlichen Durchmesser von ca. 3-5 Metern. Es gibt aber durchaus auch eckige Backsteinöfen. Die Höhe variiert zwischen 3 und 6 Metern.

Ein Nachteil ist, dass die austretenden Gase meist nicht eingefangen und weiter genutzt werden. Außerdem werden solche Steinkohleofen meist mit offenem Feuer beheizt, was die Temperaturregelung schwieriger macht. Jedoch nicht unmöglich, da der Köhler dann mit der Luft spielt, die er dem Feuer zuführt bzw. wegnimmt.

Rechteckiger Holzkohle Steinofen für Binchotan Kohle

Alle Binchotan-Öfen sind aus Stein, da auf Grund der hohen Temperaturen bei der Binchotan-Herstellung der Verschleiß am Material geringer ist. Stahlöfen würden keine lange Lebensdauer haben.

Fazit: Lange Lebensdauer, da nicht anfällig für Rost, gute Isolierung. Bei schlechter Bauweise, bzw. nach längerer Benutzung können Risse entstehen, durch die Fremdluft gezogen wird, was zu einer schlechteren Qualität der Holzkohle führt. Je nach Bauweise können Nebenprodukte wie Holzgas, Holzessig, bzw. Holzteer leichter abgeschöpft werden. Bei richtiger Bauweise ein guter Ofen.

Traditioneller Kohlemeiler

Kohlemeiler:

Traditionelle Kohlemeiler, oder auch Platzmeiler genannt, gibt es heute eher selten. Vor allem bei uns in Mittel- und Westeuropa nur noch sehr vereinzelt. Das Wissen der Kohleherstellung wurde meistens an die Nachkommen weitergegeben.

Da der Beruf aber eher dreckig, körperlich anstrengend und nicht so sexy ist wie Irgendwas-mit-Medien, der Ertrag beim Köhlern den gestiegenen Lebenserhaltungskosten nicht gegenhalten kann, stirbt das Handwerk langsam aus. Vereinzelt rauchen die Meiler auch in Deutschland noch. Aber das ist dann meistens nur zu Hobby-Zwecken oder im Nebenerwerb eines Landwirts.

Bei der klassischen Herstellung von Holzkohle werden Holzscheite nach einer bestimmten Vorgabe zu einem kegelförmigen Turm aufgebaut. In der Regel ist dieser 3 Meter hoch und 8-10 Meter im Durchmesser. Danach wird der Turm mit Reisigzweigen bedeckt, gefolgt von einer Schicht aus Erde, Asche und CXCX, um den Turm luftdicht abzuschließen. Danach wird ein Feuer oben in der Mitte oder unten durch einen freigelassenen Kanal in der Mitte des Turms entzündet um die Pyrolyse in Gang zu setzen. Danach wird das Loch mit weiteren Holzscheiten verschlossen.

Nun werden nach und nach kleine Löcher in die Erdschicht rundum den Meiler gepikst, damit die Holzgase austreten können. Anhand der Farbe des Rauches kann der Köhler sehen, wann er die Löcher wieder verschließen und an einer anderen Stelle öffnen muss.
Je nach Meilergröße dauert dieser Vorgang 1-3 Wochen.

Grubenmeiler

Anstatt hoch zu bauen kann man auch tief graben und dann luftdicht verschließen, das wird dann Grubenmeiler genannt. Das Prinzip ist das gleiche, nur die Qualität ist nicht so gut wie beim Platzmeiler.

Fazit: Der größte Vorteil liegt darin, dass man den Meiler dort aufbauen kann wo das Holz liegt, und das Holz nicht zum Meiler bringen muss. Wer weiß was er macht, kann mit der Methode durchaus exzellente Holzkohle herstellen, doch schwankt die Qualität dann immer noch zwischen der Kohle innen, der Mitte und außen am Meiler. Ein weiterer Nachteil ist, dass es sehr arbeitsintensiv ist und keine Möglichkeit besteht, Holzessig oder Holzteer separat abzuführen und zu gewinnen. Eine alte Methode eben.

Retortenkohle:

Wen man hört, dass etwas aus der Retorte ist, denk man in der Regel an etwas was nicht besonders oder gar von minderer Qualität ist. Retorte verstehen viele als „aus der Fabrik“ oder „von der Stange“. Prinzipiell stimmt das auch, denn das Wort Retorte bedeutet „zugedrehtes Gefäß“, wird beim Destillieren von Flüssigkeiten verwendet und wurde so schon im Mittelalter verwendet.

Da es man bei der Kohleherstellung auch von der Trockendestillation redet, hat man den Begriff hier übernommen.

Produktion der Retortenkohle

Wenn von Retortenkohle die Rede ist, ist damit etwas Gutes gemeint, denn bei Retortenkohle sind die Bedingungen stets gleich und man erhält somit immer die selbe Qualität. Bedeutet, wenn man einen Sack Retortenkohle einer Marke kauft, kann davon ausgehen, dass die Qualität derselben Marke ein Jahr später exakt die gleich ist. Das ist für all diejenigen interessant, die gerne und viel grillen und sich darauf verlassen wollen, dass die Kohle immer gleich gut ist.

Binchotan Kohle

Unter Retortenkohle versteht man alle Kohlen, die in einem doppelwandigen Stahlkessel hergestellt wurden, bei der Hitze von Außen zu geführt wird und nicht direkt mittels Feuer in der gleichen Kammer wie die Holzkohle erzeugt wird.

Sieben:

Ganz egal auf welchem Weg das Holz zu Kohle wurde, danach wird es in der Regel gesiebt und in Säcke verpackt. Zumindest geschieht das so bei guten Herstellern. Wer meint, möglichst billig zu kaufen, braucht sich nicht wundern, wenn unten im Sack gerne mal 10-30% Staub und kleinkörnige Stücke sind, die zum Grillen nicht geeignet sind.

Binchotan Kohle

Geschichte Holzkohle:

Holzkohle, bzw. Holzkohleteer hat man schon in der Mittelsteinzeit (ca. 9.000 v. Chr.) verwendet. Zumindest hat man Birkenpech in Form von Kleber aus dieser Zeit gefunden. 

Spätestens seit der Eisenzeit (ca. 800 v.Chr.) ist Holzkohle nicht mehr wegzudenken. Denn um Eisen aus Eisenerz zu gewinnen braucht es hohe Temperaturen, die man mit Holz so nicht hinbekommt. Auch zur Herstellung von Stahl benötigt es Unmengen an Holzkohle, um die immer größer werdende Nachfrage zu bedienen. Holzkohle war damals die modernste Form der mobilen Energie. Es hat einen enorm hohen Heizwert (~32MJ/kg) im Vergleich zu Holz und wiegt auch wesentlich weniger um damit die gleiche Menge Energie zu erzeugen.

Einsatz von Holzkohle als Wärmelieferant

Holzkohle kam überall da zum Einsatz wo intensive Hitze, jedoch kein Rauch oder Flammen erwünscht waren.

Das ging knapp zweitausend Jahre so weiter, bis Mitte des 19. Jahrhundert mit der Verbreitung der Eisenbahn Steinkohle statt Holzkohle verwendet wurde.


Heute wird Holzkohle primär zum Grillen benutzt und findet in der Industrie nur noch selten Anwendung.

Woran erkenne ich gute Grill - Holzkohle?

Jeder weiß wie Holzkohle aussieht. Das ist halt dieses schwarze Zeug, mit dem man grillt. Doch wie unterscheide ich gute von schlechter Holzkohle? Woher weiß ich, ob die teure Holzkohle wirklich auch gut ist?

BINCHOTAN Holzkohle

Eine Methode ist Anzünden und Testen, doch dann habe ich im schlimmsten Fall die Katze im Sack schon gekauft und ärgere mich über rausgeworfenes Geld.

Der einfachste und zuverlässigste Trick ist der Klang. Diesen Test kann man auch mit einem verschlossenen Sack direkt beim Händler machen. Dazu nimmt man den Sack hoch und schüttelt ihn so, dass die Kohlestücke aneinander reiben. Ist ein Klang zu vernehmen, der in Richtung gläsern, metallisch und keramisch geht ist die Kohle tendenziell gut und es spricht für einen hohen Kohlestoffgehalt und eine feste Struktur der Kohle.

MARABU Holzkohle aus Cuba

Ist der Ton dumpf, würde ich die Finger davon lassen, außer die Kohle ist nur zum Anzünden anderer Kohle oder Briketts gedacht. Wenn die Kohle dumpf klingt, sind noch viele Gase enthalten, die beim Verköhlern eigentlich hätten ausgetrieben werden sollen. Viele Gase bedeuten zwar, dass die Kohle leicht angeht, jedoch bedeutet dies auch, dass die Kohle qualmen und rauchen und bei Fetttropfen große Flammen bilden wird. Also immer auf einen hohen Klang der Kohle achten.

Will man es genau wissen, nimmt man die Kohle aus der Verpackung und schaut sich die Farbe an. Wenn die Kohle noch leicht bräunlich ist ist das kein gutes Zeichen. Denn dann ist die Holzkohle noch halb Holz und schlecht verköhlert. Mattschwarz bedeutet zwar, dass die Kohle tatsächlich Kohle ist, jedoch auch nicht von besonders guter Qualität. Wer gute, bzw. sehr gute Qualität sucht, sollte nach glänzenden Oberflächen und schon leicht gräulich-silbriger Farbe Ausschau halten. Holzkohle von sehr guter Qualität macht in der Regel auch keine schmutzen Finger und Hände beim Anfassen.

Schnell sehr schmutzige Finger ist ein Indiz, aber kein garantierter Beweis für minderwertige Qualität. Wenn die Finger jedoch sauber bleiben, ist das eine Bestätigung für gute Holzkohle.

Sollte die Holzkohle schnell brechen, und das schon bei leichtem Druck mit den Fingern, dann spricht auch das für kein gutes Werk des Köhlers. Dann war der Köhler ungeduldig und hat die Kohle zu schnell erhitzt. Mit dem Resultat, das man mit großer Wahrscheinlichkeit nur noch Kleinteile und Bruch im Sack vorfindet, nachdem man diesen vom Einkaufen ins Auto, vom Auto in die Gartenlaube und von der Gartenlaube zum Grill bewegt hat.

Doch wenn all diese Hinweise und Merkmale immer noch nicht helfen festzustellen, ob die Kohle nun eine Gute ist, oder nicht, muss man diese tatsächlich anzünden und es live testen. Worauf hier zu achten ist, darauf gehen wir etwas weiter unten ein.

Welche Holzarten werden am meistens für Grillkohle verwendet?

Grundsätzlich wird zwischen Holzkohle aus Weichholz und Hartholz unterschieden. Im Deutschen Sprachgebrauch werden alle Nadelhölzer als Weichholz und Laubbäume als Hartholz bezeichnet. Nadelbäume wachsen in der Regel viel schneller und haben deswegen eine „luftigere“, geringere Dichte, was sich auch auf das Brennverhalten auswirkt.

Aus welcher Kohle man die bessere Holzkohle herstellt, kommt darauf an, für was diese verwendet werden soll. Will ich schnelle, leicht entzündliche Kohle, sind Weichhölzer besser geeignet. Will man eine möglichst lange Brenndauer, sollte man zu Harthölzern greifen. Man muss dann aber in Kauf nehmen, dass das Anzünden ein paar Minuten länger dauert.

Was die Qualität in Bezug auf Gestank, Rauch und Flammenbildung angeht, spielt es keine Rolle, ob man weiches oder hartes Holz verwendet. Hier kommt es nur drauf an, wie gut der Ofen, bzw. die Retorte ist und vor Allem wie gut der Köhler sein Handwerk versteht.

Die in Deutschland beliebteste und bekannteste Holzsorte ist Buche, ein weit verbreitetes heimisches Hartholz. Holzkohle aus Buchenholz glüht sehr lange und schön heiß und ist in der Regel sehr raucharm, was es zu einer beliebten Holzkohle der Deutschen macht.

Ein anderes weit verbreitetes Hartholz ist die Eiche. Jedoch bei den Deutschen noch lange nicht so beliebt wie Buche. Woran das liegt ist leicht erklärt. Eichenholz hat eine andere Zusammensetzung der flüchtigen Anteile und bedarf einer höheren Spitzentemperatur, damit aus der Kohle eine gute Holzkohle wird.

Diese hohen Temperaturen von über 800°C waren früher technisch nicht umsetzbar. Was dazu geführt hat, dass Holzkohle aus Eiche nicht die Beste war und sich das in den Köpfen der Griller und Holzkohlenutzer verankert hat. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten kann man Eichenholzkohle von hervorragender Qualität herstellen, die der Qualität von Buchenholzkohle in Nichts nachsteht.


Nadelbäume werden in der Regel selten bis gar nicht zu Holzkohle verarbeitet, da diese zum einen einen sehr hohen Harzanteil haben und zum anderen auf der Grund der geringen Dichte viel zu schnell verglüht.

Wer unseren Blogartikel zum Grillkohlen-Guide gelesen hat, weiß dass der Löwenanteil (85%) der heute in Deutschland vergrillten Holzkohle importiert wird. Genaue Zahlen und Herkunftsländer könnt ihr findet ihr im Blog Grillkohle Guide. Hier möchten wir uns mit den verwendeten Holzsorten beschäftigen.

Leider kommt immer noch ein viel zu großer Teil von nicht definierbarem Tropenholz, was mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit illegal gerodet wurde. Das liegt zum einen daran, dass den Ärmsten der Armen nicht mehr viel bleibt außer sich an der Natur zu bereichern, um damit Geld für Essen und schlußendlich zum Leben zu verdienen. Und zum anderen sind es raffgierige Konzerne, die den Hals nicht voll genug bekommen, vor Geld erblindet sind und sich denken „So ein Bisschen Wald ist doch nicht so schlimm.“ Leider gib es von den Geldblinden zu viele, und Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

Und leider helfen da auch Gütesiegel wie FSC oder PEFC nicht immer, wie der NDR in zwei gut gemachten Dokus aufzeigt.

Das Schmutzige Geschäft mit der Grillkohle 
verfügbar bis 02.08.2019

Die Ausbeutung der Urwälder
verfügbar bis 04.02.2020

Wer mit einem sicheren Gefühl Holzkohle kaufen will, sollte darauf achten, dass die Holzsorte auf der Verpackung steht, bzw. damit geworben wird. Bekannte aber auch beliebte Sorten sind Quebracho Blanco, Akazie & Marabu.

Quebracho Blanco kommt aus Südamerika (Brasilien, Bolivien, Paraguay & Uruguay) und heißt übersetzt „Das was die Axt bricht“. Hier ist der Name Programm, das Holz ist mit einer Dicht von 0.885 g/cm³ extrem hart und energiereich, und ergibt dementsprechend eine sehr heiße und lange brennende Holzkohle, die nicht raucht und keine Funken spritzt.

Quebracho Blanco aus Südamerika

Warum man dieses Holz nicht für Möbel hernimmt liegt zum einen daran, dass der Baum nicht sehr hoch, dafür der Stamm und die Äste sehr krumm wachsen, was nicht besonders ideal für die Möbelherstellung ist. Und wenn man dann doch mal ein schönes, gerades Exemplar gefunden hat tendiert das Holz beim Trocknen spröde zu werden und Risse zu bekommen. Entsprechend haben es die Einheimischen lieber zu sehr guter Holzkohle verarbeitet, die mittlerweile in Deutschland sehr beliebt ist. Auch was das Aufforsten angeht, haben einige der Kohleproduzenten kapiert, dass sie sich nur Ihre Zukunft sichern können, wenn sie neue junge Bäume anpflanzen.

Akazienholz ist so vielfältig wie der Honig. Akazien wachsen auf allen Kontinenten mit tropischen, bzw. subtropischen Klima. Es gibt insgesamt 1.400 unterschiedliche Arten von denen alleine 950 in Australien vorkommen.

Hakendornakazie (Acacia mellifera)

Akazien, auch oft Mimosen genannt, sind meist keine Bäume, sondern Sträucher die nicht selten mit Dornen versehen sind. Sie gehören aber trotzdem zu den Harthölzern.
Vor allem in Ländern wie Namibia, wo früher zu Kolonialzeiten die Einwanderer alles Niedergemäht haben, um Platz zum Weiden zu schaffen, hatte der dornige Akazienstrauch viel Platz sich auszubreiten. Die Einwanderer von Damals sind verschwunden und mit Ihnen die Rinderherden. Gekommen ist dafür die Akazie und hat das Land regelrecht zugebuscht. Wesentlich mehr als es früher mal gab. Jetzt versucht man das Land wieder vom Busch zu befreien und hat viel Arbeit vor sich, denn Namibia ist groß und sehr verbuscht.

Akazienholzkohle aus Namibia

Auch hier kann man den Rohstoff nicht viel verwerten, die Dornen piksen, die Äste sind zu dünn und zu verwachsen. Eine der besten Lösungen ist Holzkohle daraus zu machen.
Akazienholzkohle aus Namibia ist gut, gehört aber nicht zu den Besten. Sie brennt schnell an, das bedeutet aber auch, dass sie schnell wieder aus ist. Und weil die meisten eine lange Glut bevorzugen, kann sie mit Buche, Eiche oder Quebracho Blanco nicht mithalten. Wer aber nur ein paar Bratwürste und Nackensteaks grillen möchte, für den ist Holzkohle aus Akazie immer noch eine gute Wahl.

Marabu ist wie die Akazie kein Baum, sondern ein Busch. Ein Busch, der ursprünglich aus Westafrika kommt, aber vor vielen Jahren nach Cuba gelangt ist. Ob Absicht oder nicht, weiß keiner. Jedoch wissen die Kubaner, dass sie keine Lust mehr auf den Busch haben, den Marabu wuchert wie Unkraut auf Kuba und bedroht die heimische Landwirtschaft.

Die Kubaner bekommen den Busch nicht vernichtet, denn ein kleines Stück Wurzel reicht aus und er kommt zurück. Jedoch eine wirkliche Verwendung für den krummen Marabustrauch haben die Einheimischen auch nicht, und somit wurde dieser lange Zeit einfach verbrannt. Bis jemand darauf gekommen ist, dass die Glut extrem heiß ist und sehr lange lebt. Eins und eins zusammengezählt und die Kubaner haben angefangen eine der besten Holzkohlen weltweit zu produzieren. Da kann auch keine Holzkohle aus Buche mithalten.

MARABU Holzkohle

Marabu Holzkohle zeichnet sich dadurch aus, dass die Kohlestücke ausschauen wie Äste, nicht wie Brocken, und der Klang der Kohle hell und leicht gläsern ist. Womit es damit auf sich hat erklären wir im nächsten Abschnitt.

Fazit: Beim Kauf von Holzkohle darauf achten, dass die Holzsorte angegeben ist. Idealerweise einer der oben genannten. Wenn keine Sorte draufsteht, ist ein Siegel wünschenswert, jedoch kann man sich hier auch nicht mehr drauf verlassen. Wer eine der im vorherigen Abschnitt genannten Sorten kauft hat eine gute bis sehr gute Qualität und das mit hoher Wahrscheinlichkeit mit gutem Gewissen.

Auf Nummer sicher geht man mit Grillkohle aus Kokosnussschalen oder Bambus. Diese gibt es nur als Briketts, sie sind aber zu 100% nachhaltig was die Rohstoffe angeht, da sie aus natürlichem Abfall hergestellt werden. Und die Qualität spricht auch für sich. Aber sind eben Briketts und keine Holzkohle. Wen das nicht stört, hat hier eine top Alternative.

Welche Brenneigenschaften hat gute Grillholzkohle?

Ob eine Holzgrillkohle gut ist, hängt zum Teil davon ab, wofür ich sie brauche. Will ich möglichst lange grillen, dann greife ich besser zu Hartholz mit großen Stücken von 120-200mm. Will ich möglichst schnell Glut erzeugen und auf Temperatur kommen, empfiehlt sich Holzkohle aus weichem Holz mit mittelgroßen Stücken von 60-80mm.

Wenn Holzkohle schwerer anzubekommen ist, als das was man gewohnt ist, dann kann das zwei Gründe haben. Die Kohle ist feucht und lässt sich deswegen schlecht entzünden, oder die Grillholzkohle hat einen höheren Heizwert und pro Einheit mehr Energie gespeichert. Dann benötigt es mehr Hitze und etwas mehr Zeit um sie „in Gang zu schupsen“. Aber wenn sie dann läuft zahlt sie einem alles in Form von Hitze und Brenndauer zurück. Schlecht bedeutet nicht schlechte Kohle, das Gegenteil ist meist der Fall.

GRILLSTARTER

Extra zum Anzünden von Holzkohle entwickelte Grillbriketts, wie unsere Grillstarter aus Kokosnussschalen, erleichtern das Entzünden enorm. Dank integriertem Anzünder benötigt man nur ein Feuerzeug und gelangt so in 10 bis 15 Minuten zur perfekten Glut.

Doch in jedem Fall sollte die Kohle beim Entzünden nicht rauchen oder gar qualmen. Das ist Beleg für unzureichende Verkohlung. Schlechte Kohle stinkt, nervt und kann auf die Gesundheit gehen. Lieber einen Euro mehr zahlen, dann macht das Grillen mehr Spaß und es geht nichts mehr schief.

Auch hat gute Grillholzkohle keine, bzw. nur eine geringe Flammenbildung, denn die flüchtigen Anteile sind bei der Verköhlung bereits ausgegast worden.

Die Aschemenge bei guter Grillkohle ist gering und die Aschefarbe sollte möglichst hell sein, dann kann man sicher gehen, dass nichts chemisches beigemengt wurde. Die Hitzentwicklung ist spürbar hoch und die Brenndauer entsprechend lang.
Binchotan, bzw. White Charcoal ist hier das Maß aller Dinge im Bereich Holzkohle.

Japanisches Yakitori auf Binchotan Kohle gegrillt

Wo bekomme ich zuverlässig immer beste Holzkohle?

Die allermeisten Kohlekäufe sind Spontan- oder Impulsivkäufe. Das Wetter ist oder wird gut und es wird schnell alles für ein gemütliches Grillen eingekauft. Meist im Supermarkt, hier bekomme ich Lebensmittel und alles von Alufolie bis Zahnstocher an einem Ort. Doch die Auswahl an Grillkohle im Supermarkt ist sehr beschränkt, meist gibt es nur die Eigenmarke und das möglichst günstig. Doch wie oben beschrieben ist günstig meist die schlechtere Wahl.

Man kann schon Glück haben und gute Kohle für wenig Geld finden. Aber das sind absolute Ausnahmen. Doch wenn man mal so eine Quelle gefunden hat, am besten gleich größere Mengen von der gleichen Palette kaufen, da die Chargen sehr schwanken können.
Etwas mehr Auswahl hat man im Baumarkt. In der Regel 3 oder sogar 4 verschiedene Sorten. Doch das ist immer noch keine Garantie, dass etwas Gutes dabei ist. Aber die Wahrscheinlichkeit steigt auf jeden Fall.

Auf Nummer sicher gehst du im vernünftigem Grillfachmarkt, oder in einem Baumarkt mit entsprechender Grillfachabteilung. Die haben Ahnung und würden sich mit minderwertiger Qualität gar nicht abtun. Denn schließlich kommen die Kunden ja auch extra dorthin um etwas zu bekommen was besser als der weit verbreitete Standard ist. Sie wollen sehr gute, bzw. die beste Qualität. Und die sollen sie auch bekommen.

Wer noch eine paar Tage Zeit hat bis die Grillparty steigt, kann gute Grillkohle auch online bestellen. Beste Marabu Holzkohle aus Kuba, sowie Buchenholzkohle und auch Binchotan finden man bei uns McBrikett. Grillkohle hier bequem online kaufen.

Welche Verwendung gibt es für Holzkohle

Neben dem Grillen wird Holzkohle noch für ganz andere Sachen verwendet. Zum Beispiel für Luft- und Wasserfilter in Form von Aktivkohle mit einer Oberfläche von über 800m² pro Gramm.

Kohle ist ein wunderbarer Feuchtigkeitsspeicher und somit ein kuscheliges Zuhause für gute Bakterien und wird in hochwertiger Blumenerde aber auch im Kompost eingesetzt. Man kann mit aktivierter Kohle auch das Nährstoffwunder Terra Preta herstellen, den besten Blumendünger, bzw. Nährboden für Pflanzen, aus 100% Natur.

Kohle ist ein gutes Hausmittel bei Durchfall. Holzkohle dient als Farbstoff, Zahnpulver, Poliermittel und als Konservierungsmittel. Mit Holzkohle kann man zeichnen, Branntwein entfuseln und Schwarzpulver herstellen. Selbst beim Bau von Halbleitern kommt Kohle zum Einsatz.

Holzkohle ist schon seit vielen Jahrhunderten Bestandteil der Menschheit und dient als Wärme- und Energielieferant. Und neben den ganzen Anwendungsmöglichkeiten ist Grillen mit Sicherheit die leckerste, egal ob Steak, Pizza, Spargel oder Grillkartoffel.

Kontakt      |      Impressum      |     Datenschutz      |      Widerrufsbelehrung      |      Versandkosten

Scroll to Top